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Zwischen Industrie- und Kurstandort – Die Stadt Schönebeck (Elbe) Bereits im Jahr 936 wurde der Stadtteil Frohse erstmals urkundlich erwähnt und ist damit der älteste Teil der heutigen Stadt Schönebeck an der Elbe. Der Ort Elmen (heute Bad Salzelmen) wurde erst im 12. Jahrhundert aufgeführt, die heute namensgebende Siedlung Schönebeck gar erst ein Jahrhundert später – als Sconebeke, „Siedlung am schmalen Bach“ oder „Schönbach“. In der darauf folgenden Zeit entwickelten sich die Orte. Im Jahr 1680 wurden die drei Orte Groß Salze, Schönebeck und Frohse dem brandenburgisch-preußischen Bistum Magdeburg unterstellt, was im 18. Jahrhundert städtebauliche Veränderungen nach sich zog. Drei Straßen wurden angelegt, die vormals eigenständigen Orte Schönebeck, Frohse und Groß Salze zu verbinden. Entlang dieser drei Straßen wurden sogenannte Kolonistenhäuser gebaut um die Verbindungsstraßen zu beleben. Noch heute kann man einige dieser Häuser in der Friedrich-, der Wilhelm-Hellge- und der Geschwister-Scholl-Straße entdecken. 1797 wurde die chemische Fabrik Hermania gegründet, die die Abfälle der Saline verarbeitete und heute die älteste Fabrik ihrer Art in Deutschland ist. Wenige Jahre später, 1802, entstand dann das Soleheilbad aufgrund der gesundheitsfördernden Wirkung der Sole, die von Dr. Tolberg entdeckt wurde. Weitere namhafte Unternehmen entstanden im Verlaufe des 19. Jahrhunderts wie die Zündhütchenfabrik Sellier und Bellot oder die Firma Weltrad. Die Anbindung an die Zugstrecke Magdeburg – Halle – Leipzig erfolgte. Die Stadt befand sich im Aufschwung. Am Anfang des 20. Jahrhunderts begann sich die heutige Stadtgliederung herauszukristallisieren. 1913 kamen Elbenau und Grünewalde nach Schönebeck, da nur so der Bau der Elbbrücke erlaubt wurde. 1923 kam Felgeleben hinzu. Im Jahr 1932 erfolgte dann die offizielle Zusammenlegung der Orte Schönebeck, Frohse und Bad Salzelmen zu Schönebeck-Bad Salzelmen. Nach und nach setzte sich jedoch der einfachere Name Schönebeck (Elbe) durch. Zu Zeiten des zweiten Weltkrieges befand sich das Konzentrationslager Julius in Schönebeck, in dem Zwangsarbeiter für die Junkers-Werke arbeiten mussten. Von Kriegsschäden blieb Schönebeck weitgehend verschont, die Elbbrücke nach Grünewalde wurde von den Deutschen selbst vor dem Anrücken der Amerikaner gesprengt. Sie wurde in den 50er Jahren neu errichtet. Die Industriebranche lebte zu DDR-Zeiten wieder auf und machte mit dem Gummiwerk, Sprengstoffwerk oder dem Traktorenwerk Schönebeck einen Namen. Nach Umstrukturierungen und schwierigen Zeiten infolge der politischen Wende, kann man heute in Schönebeck auf viele positive Änderungen schauen. 2005 wurde Bad Salzelmen offiziell als Heilbad anerkannt, die Salineinsel wurde zu einem attraktiven Ort für Freizeitaktivitäten umgestaltet und traditionsreiche Firmen wie die Weltrad-Manufaktur setzten unter neuer Führung ihre Erfolgsgeschichten fort.

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Artikel veröffentlicht am 18.07.2017

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