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Zu einem angeregten Gespräch über Musik und Kulturfragen unserer Zeit kam es am Mittwoch zwischen zwei Männern, die – jeder auf seine Weise - die „erste Geige“ spielen: Zwischen Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch und dem Konzertmeister des Londoner Philharmonia Orchestra und Landesmusikpreisträger 2018 von Sachsen-Anhalt, Zsolt-Tihamér Visontay. Im Amtszimmer des Stadtoberhaupts im Rathaus würdigte Bert Knoblauch noch einmal die Verdienste des herausragenden Violinisten, der gewissermaßen als „musikalischer Botschafter“ neben London immer wieder auf verschiedensten Konzertbühnen der Welt auftritt. Der Künstler war in Schönebeck (Elbe) geboren worden, seine Mutter Susanne Reichel-Visontay spielt in der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck ebenfalls Violine. Der Besuch im Rathaus entsprach einem schon länger gehegten Wunsch beider Herren, sich einmal näher kennen zu lernen, zumal der Musiker seiner Heimatstadt treu bleibt und immer wieder einmal hierher zurückkehrt. Erst vor zweieinhalb Jahren war er mit seiner italienischen Guarneri-Geige aus dem Jahr 1730 im Dr.-Tolberg-Saal vor begeistertem Schönebecker Publikum aufgetreten. Vor wenigen Wochen gastierte er in Magdeburg, wo er einst bei Hannelore Gericke Geigenunterricht bekam, die sein außergewöhnliches Talent erkannte und ihn entsprechend förderte. „Musik ist für mich eine universelle Sprache, wo ich sie spreche, macht für mich keinen Unterschied“, zitierte ihn die Volksstimme 2017. Auch musikalische Geschmacksfragen schiebt er nicht gern in Schubladen. Es komme immer auf verschiedenste Faktoren an, die sich ständig verändern, darunter nicht zuletzt eine immer wieder neue Offenheit für das Hören, die er Musikfreunden empfiehlt.

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News veröffentlicht am 09.01.2020

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